Wir, die Initiatoren der Tierhilfe Ibiza e.V. lernten Ibiza - einst unser zu hause, Gran Canaria und Athen kennen und lieben. Alles ist perfekt auf den Tourismus abgestimmt. Doch etwas trübte das Bild.
Unzählige herrenlose, verletzte oder geschundene Tiere bettelten auf den Straßen Athens und an den Stränden Gran Canarias und Ibizas um etwas Futter. Schnell stand für uns fest, hier wollen wir helfen.
Wir lernten einige wenige Tierschützer vor Ort kennen und mussten erfahren, dass die Zusammenarbeit mit den Behörden in Spanien ebenso wie in Athen sehr schwierig ist und keine finanzielle Unterstützung bzw. Hilfe angeboten wird, so dass die Tierschützer vor Ort nur auf Spenden angewiesen sind.
Seit diesem Kennenlernen sind viele Jahre vergangen in denen wir jede Möglichkeit nutzen, um vor Ort die Arbeit von den Tierschützern zu unterstützen um somit die Invasion der herrenlosen und bedürftigen Vierbeiner zu verbessern. Mittlerweile haben wir eine Vorstellung davon, was Tierschutzarbeit in südlichen Ländern bedeutet. Es bleibt absolut keine Zeit um die Sonne des Südens oder die Kultur Athens zu genießen.
Auch ist es uns und den Tierschützern vor Ort bis heute finanziell nicht gelungen, ein geeignetes Gelände zur Errichtung eines Tierheimes zu finden. So muß weiterhin improvisiert werden, denn die Anzahl der Notleidenden Tiere ist groß.
Alle Tiere werden privat aufgenommen, versorgt und medizinisch betreut. Dies stößt oftmals an die Grenzen der finanziellen und körperlichen Belastbarkeit der Tierschützer, denn ohne diese Hilfe hätten und müßten viele Tiere ihr Leben lassen.
Dank des Einsatzes der hier in Deutschland lebenden Tierfreunde können die Tierschützer weiterarbeiten. Allerdings aufgrund des Platzmangels unter schwierigsten Umständen, die man sich bei uns in Deutschland kaum vorstellen kann. Doch wir werden nicht aufgeben und hoffen, dass durch unsere und Ihre Hilfe noch viele Strassenhunde einer gesicherten Zukunft und einem sorgenfreien Leben entgegenblicken können.
Warum wir Auslandstierschutz machen werden vielleicht auch Sie sich fragen!
Sehr oft hören wir den Satz: gibt es denn nicht in Deutschland Hunde genug?
Warum denn Tiere aus dem Süden?
Warum kümmert Ihr Euch nicht um die Tiere in Deutschland?
Warum kümmert Ihr Euch nicht um Menschen?
Unsere Antwort!
Um wen kümmern Sie sich denn?
Die Menschen, die am heftigsten kritisieren, tun selbst am wenigstens oder gar nichts!
Es ist richtig, dass die Tierheime in Deutschland viele Tiere aufnehmen müssen, pflegen und versuchen, sie in geeignete Familien zu vermitteln. Jeder, der auf der Suche nach einem vierbeinigen Kameraden ist und durch die Tierheime gegangen ist weiß, dass leider viele Tiere durch ihre oftmals traurige Vorgeschichte nicht mehr familientauglich sind. So haben Familien mit Kindern und bereits vorhandenen Haustieren leider oft keine Chance, einen geeigneten Hund zu finden. Bedauerlich ist, dass die gutgläubigen und oftmals auch unerfahrenen Tierfreunde durch Zeitungsanzeigen an dubiose Händler geraten, die ihre "Ware Hund" für Hunderte von Euros an ahnungslose Menschen verkaufen. Diese bedauernswerten Welpen sind oftmals schwer krank, verursachen enorme Tierarztkosten oder sterben sogar. Ein seriöser Züchter hat keine Welpen "auf Halde". Wir wissen aus Erfahrung, wie lange oftmals Familien nach einem Hund gesucht haben, ohne fündig geworden zu sein. So sollte es auch den Gegnern des Auslandstierschutzes verständlich sein, dass Tierschützer in einem vereinten Europa nicht tatenlos zusehen, wie Tausende und Abertausende von Hunden in Süd- und Osteuropa getötet werden, weil in ihrem Heimatland kein Platz für sie ist. Bei uns suchen unzählige Familien ergebnislos nach einem Hundchen! Warum also diesen kleinen, vierbeinigen "Ausländern" keine Chance geben? Diese Tiere treten nicht in "Konkurrenzkampf" mit den Tierheimtieren. Viele Familien wollen oder können aus vielerlei Gründen keinen großwüchsigen Hund oder verhaltensauffälligen Hund halten. Sie gehen oftmals traurig aus den Tierheimen, weil sie keinem Tier helfen können. Warum sollen Tierschützer diesen Menschen nicht helfen, einen vierbeinigen Freund zu finden? Was ist das für ein zweifelhafter Tierschutzgedanke, tatenlos zu zu sehen, wie in unseren Nachbarländer- die oftmals unsere Urlaubsziele sind - wie gesunde, junge, soziale und liebenswerte Geschöpfe getötet werden, nur weil sie im falschen Land geboren sind?
Tierschutz ist grenzenlos!
Verantwortung gegenüber unseren Mitgeschöpfen ist ebenfalls grenzenlos!
Wir helfen Hunden aus Griechenland und Spanien. Leider werden dort noch viele Straßentiere vergiftet oder in den Perreras (Tötungsstationen) getötet. Hilflos harren die Welpen neben ihren toten Müttern aus. Erwachsene Tiere haben einen langen Todeskampf. Viele können nicht gerettet werden. Nach der Urlaubssaison ist es besonders dramatisch. In den Hotelanlagen, auf den Strassen und am Strand irren die hungrigen Tiere umher, die von Touristen über die Sommermonate versorgt wurden, umher. Wir Menschen haben die Pflicht zu helfen. Tiere sind unsere Mitgeschöpfe, die unsere Fürsorge benötigen- unabhängig davon, wo sie geboren sind. Kein Mensch wird gezwungen, einem Tier aus dem Ausland ein neues Zuhause zu geben. Aber bitte haben Sie Verständnis für die Menschen, die helfen möchten, wo Hilfe notwendig ist.
Bitte unterstützen auch Sie uns dabei. Mit einer Mitgliedschaft, Patenschaft oder einer Spende können Sie einen großen Teil dazu beitragen um diese Tiere vor dem sicheren Tod zu bewahren.